Dänischer Exportschlager seit 30 Jahren: Auslöser für den weltweiten Erfolg des Palettenmagazins war ein Unfall mit Todesfolge in einer Kaugummifabrik

Donnerstag, 31. März 2022

1992 überlegten sich zwei dänische Schmiede, dass das Stapeln von Paletten von unten sicher schneller und auch gesünder wäre
1992 überlegten sich zwei dänische Schmiede, dass das Stapeln von Paletten von unten sicher schneller und auch gesünder wäre.

1992 überlegten sich zwei dänische Schmiede, dass das Stapeln von Paletten von unten sicher schneller und auch gesünder wäre. Heute, 30 Jahre später, stehen 15.000 PALOMAT-Maschinen – die Erfindung der Schmiede – in Lagerhallen und Produktionseinrichtungen in aller Welt. Sie verbessern nicht nur den Arbeitsschutz, sondern auch Effizienz und Raumnutzung. Zahlreiche Mitwettbewerber haben seitdem versucht, das Palettenmagazin von Per Bisgaard Sørensen und Jørn Larsen nachzubauen, aber vergeblich. Dieser Wettbewerb bedeutet aber auch Ansporn, sodass PALOMAT immer auf dem neuesten Stand ist und der technologische Vorsprung gewahrt bleibt. Auch an der Qualität gibt es nichts zu rütteln: Noch heute sind einige der ersten PALOMAT-Maschinen nach 30 Jahren weiterhin in Betrieb.

Zu dem Schlimmsten, was du deinem Körper antun kannst, gehört es, Paletten auf einen Stapel zu legen. Das gleichzeitige Anheben und Drehen ist Gift für den Körper. Tatsächlich ist es so, dass eine 25 kg schwere Holzpalette die Wirbelsäule mit mehreren 100 kg belastet, wenn sie ohne Hilfsmittel bewegt wird. Deswegen empfehlen Experten für Arbeitsschutz den Umgang mit Paletten nur mit Geräten. Alles andere gefährdet die Gesundheit.“

Das sind die Worte eines Mannes, der am eigenen Körper feststellen musste, wie hoch der Preis für das Heben schwerer Lasten ist. Sein Name ist Per Bisgaard Sørensen und er ist einer der beiden Erfinder der Maschine, die nun seit 30 Jahren dafür sorgt, das Paletten nicht mehr mit Muskelkraft gehoben werden müssen. PALOMAT heißt diese Maschine. Zusammengesetzt ist der Name aus den zwei Begriffen Palette und Automat. 
Gemeinsam mit Jørn Larsen gründete Per Bisgaard Sørensen 1988 BILA A/S in Dänemark, heute das größte Werk seiner Art in Skandinavien. Hier wurden früher Maschinen und Geräte für Muscheln verarbeitende Fabriken und Molkereien hergestellt. Während seiner vorherigen Arbeit bei Hanstholm Hafen hatte Per Bisgaard Sørensen einen Arbeitsunfall mit einem Bandscheibenvorfall, weswegen er sich mehr für Ergonomie und Arbeitsschutz interessierte, als damals üblich war. 

Mit PALOMAT ist es uns gelungen, ein Produkt zu entwickeln, das wirklich seiner Zeit voraus war. Die Idee nahm allmählich Gestalt an, als wir eine Sonderanfertigung für ein Tiefkühlhaus vor Ort produzierten. Diese Maschine entnahm Paletten vom Boden des Stapels. Das veranlasste uns dazu, ein Palettenmagazin nach dem selben einfachen Prinzip zu entwickeln“, erklärt Per Bisgaard Sørensen und fährt fort: 
Damals, Anfang der 1990er Jahre, herrschte in Unternehmen eine andere Kultur. Bei den Vorführungen von PALOMAT erhielten wir immer die Frage: ‚Mann, wozu sollen wir das denn brauchen?. Das ist doch was für Warmduscher.‘ Aber mit der Zeit änderte sich die Einstellung. In der Zwischenzeit besuchten wir Unternehmen, die zahlreiche Frauen beschäftigten und keine Probleme damit hatten, die vielen Vorteile zu erkennen.

30 Jahre später lautet das Fazit: 15.000 PALOMAT-Maschinen in Dänemark produziert und Kunden in aller Welt verkauft. 
Zahlreiche der 400–500 Millionen Paletten, die jährlich alleine in Europa zur Anwendung kommen, werden aber vielerorts weiterhin von Muskelkraft bewegt. Mit anderen Worten ist der Arbeitsschutz beim Umgang mit Paletten an zahlreichen Arbeitsplätze in Industrie und Einzelhandel noch ausbaufähig. Ich habe im Laufe der Jahre zahlreiche sehr berührende Situationen erlebt, wie die ältere Frau, die plötzlich fünf Jahre länger ihrer Arbeit nachgehen konnte, da der PALOMAT für sie bedeutete,dass sie nicht länger von Schmerzen geplagt war und nicht länger ihre Kollegen beim Holen von Paletten um Hilfe bitten musste.
So sagt Majbritt Svane, die seit 24 Jahren für PALOMAT verantwortlich ist. Sie erklärt weiter:
Auf dem Weltmarkt ist das Potenzial für PALOMAT noch lange nicht ausgeschöpft. In einer Zeit mit erheblichen Preissteigerungen bei Paletten ist ein wichtiger Aspekt auch, dass die Menge an beschädigten Paletten mit PALOMAT um 50 % zurückgeht.“  

Tödlicher Unfall mit Paletten setzt Export in Gang
Die allerersten PALOMAT-Maschinen wurden in Dänemark vertrieben. Aber auch der Export kam schnell in Gang. 
In einer Kaugummifabrik in Belgien kam es 1997 zu einem schweren Unfall, bei dem ein Beschäftigter starb, als ein Palettenstapel umstürzte. Dieser tragische Arbeitsunfall berührte einen der Lieferanten des Unternehmens, ASP Handling, so sehr, dass man unbedingt eine Lösung finden wollte, die ein ähnliches Vorkommnis wirksam verhindert. 
Ann Govaerts leitet heute ASP Handling in Belgien.
„Meine Eltern sahen PALOMAT erstmals auf der Hannover-Messe. Danach fuhren sie sofort nach Dänemark, um einen Vertrag über den Vertrieb von PALOMAT in Belgien abzuschließen. Seitdem wurden mehr als 500 Maschinen an Standorten wie Krankenhäusern bis hin zu Metallfabriken und Fertigungsanlagen für Sportausrüstung und Arzneimittel installiert.“ Die Maschine ist wirklich sehr segensreich: Sie rettet Leib und Leben und löst gleichzeitig zahlreiche Probleme – auf einfache Weise. 

Zahlreiche andere ergonomische Produkte und Hilfsmittel verlangen ein langsameres Arbeitstempo, mit PALOMAT ist das Gegenteil der Fall: Das Abholen einer Palette aus einem Stapel ist dreimal schneller. Paletten finden sich an praktisch allen Arbeitsplätzen, deswegen gehört PALOMAT zu unseren Verkaufsschlagern“, berichtet Ann Govaerts.

Unterstützt werden ASP Handling und die 90 anderen PALOMAT-Händler in 36 Ländern bei ihrer Arbeit durch die große Vertriebs-und Marketingmaschinerie des Herstellers: ein Team aus 30 enthusiastischen Mitarbeitern aus fünf verschiedenen Ländern, das ideenreich zu Werk geht. Jede Woche kommt PALOMAT mit neuen Impulsen für das Händlernetz, sodass PALOMAT immer gegenwärtig ist. Ein weiteres erfolgreiches Werkzeug ist, PALOMAT probeweise bei einem potenziellen Kunden aufzustellen, sodass er selbst feststellen kann, wie sehr sich die Maschine bezahlt macht. 
„9 von 10 PALOMAT werden nicht zurückgegeben, da die Beschäftigten so begeistert sind. Benutzer sind schnell von dem Nutzen überzeugt“, meint Majbritt Svane.

PALOMAT selbst wird zudem regelmäßig von den Entwicklern erneuert und an die neuesten Logistikanforderungen angepasst. Beispielsweise sind die Palettenmagazine aus Dänemark mit mobilen Robotern und fahrerlosen Transportsystemen kompatibel. Bei PALOMAT ist man außerdem stolz darauf, dass Marktführer beispielsweise in der Spielzeugindustrie und der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie PALOMAT als globale Standardlösung für ihre Werke festgelegt haben.

Mehr Ordnung · Besseres Arbeitsklima · Kosteneinsparung

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